Aktuelle Stellungnahme zur Parksituation in Leutzsch und Lindenau

25.08.2017

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Auf eine Einwohneranfrage zur Parkraumsituation in Lindenau und Leutzsch erfolgte nun eine Antwort durch das Dezernat Stadtentwicklung und Bau.

Es folgt eine Zusammenfassung:

Langfristig wird die intensivere Nutzung der Verkehrsmittel des Umweltverbundes erforderlich. Seitens der Stadt werden daf√ľr die Rahmenbedingungen z. B. durch Gestaltung von neu geplanten √∂ffentlichen Verkehrsanlagen mit der Ber√ľcksichtigung von attraktivem √ĖPNV, Fahrrad- und Fu√üverkehr und die Kombination mit CarSharing-Angeboten geschaffen- daran wird bereits gearbeitet. Dies erm√∂glicht auch beim knappen √∂ffentlichen Parkraum mehr Spielraum f√ľr die B√ľrger und den Wirtschaftsverkehr, die zwingend einen eigenen Pkw ben√∂tigen. Eine gro√üfl√§chige Erweiterung des √∂ffentlichen Parkraumes ist in Lindenau und Leutzsch nicht umsetzbar.

Gleichzeitig wird es √ľber st√§dtische Ma√ünahmen im √∂ffentlichen Verkehrsraum hinaus erforderlich, dass Grundst√ľcks- und Wohnungseigent√ľmer die M√∂glichkeiten von zus√§tzlichen Angeboten bzw. die verst√§rkte Nutzung von bereits vorhandenen privaten Parkfl√§chen f√ľr ihre Mieter √ľberpr√ľfen.

F√ľr das angefragte ‚ÄěAnwohnerparken‚Äú m√ľssen u.a. die Stellpl√§tze eines Quartiers zu wesentlichen Teilen durch Fremdnutzer belegt werden. F√ľr die Stadtteile Leutzsch und Lindenau liegen die Voraussetzungen f√ľr das Bewohnerparken derzeit jedoch nicht vor, da die Nutzung der Stellpl√§tze gro√üenteils durch die Bewohner selbst erfolgt. Eine Anordnung bliebe ohne den gew√ľnschten Effekt.

Die 2015 und 2016 erstellten Untersuchungen zum Parkraum in Lindenau und Leutzsch stellen dar, dass es noch unterschiedliche Potentiale gibt. Dazu zählen die Parkmöglichkeiten in bisher nicht ausgelasteten Parkhäusern oder auch die Nutzung von Stellflächen in größerer fußläufiger Entfernung (bis ca. 400 m). Weitere mögliche Maßnahmen von Parkraummanagement/ -bewirtschaftung können unabhängig vom Bewohnerparken je nach weiterer Gebietsentwicklung in Zukunft allerdings betrachtet werden.

F√ľr Bauvorhaben ist die Herstellung von Stellpl√§tzen geregelt. Stellpl√§tze sind demnach vom Bauherren f√ľr den von seinem geplanten Vorhaben ausgehenden Bedarf herzustellen bzw. nachzuweisen. √úber den Bedarf seines Vorhabens hinausgehende Stellpl√§tze k√∂nnen von einem Bauherrn von der Stadt jedoch rechtlich nicht gefordert werden.

Die Errichtung √∂ffentlicher Stellpl√§tze durch private Investoren kann ggf. aus den von der Stadt vereinnahmten Stellplatzabl√∂segb√ľhren bezuschusst werden. Antr√§ge liegen hierf√ľr jedoch gegenw√§rtig nicht vor.

Frage und Antwort ungek√ľrzt.


Nachricht vom 25.08.2017
Autor: S. Ruccius