Sicherheitsumfrage des Kommunalen Präventionsrates von 2016 erschienen

05.08.2017

Bildinhalt: Sicherheitsumfrage des Kommunalen Pr√§ventionsrates von 2016 erschienen | Quelle:Amt f√ľr Statistik und Wahlen, Stadt Leipzig
Quelle:Amt f√ľr Statistik und Wahlen, Stadt Leipzig
 

Laut der Sicherheitsumfrage des Kommunalen Pr√§ventionsrates Leipzig haben viele Menschen Angst vor steigender Kriminalit√§t in Leipzig. Dabei zeigt sich, dass das Sicherheitsgef√ľhl nicht mit der tats√§chlichen Kriminalit√§tsrate √ľbereinstimmt. Als besonders hoch wird das Risiko des Fahrraddiebstahls eingesch√§tzt. Die h√§ufigste tats√§chlich angezeigte Straftat ist der Wohnungseinbruch. Die Arbeit der Polizei wird positiv bewertet, viele w√ľnschen sich mehr Pr√§senz von Polizei und Ordnungsamt. B√ľrgermeister Rosenthal plant, im Hinblick auf die Ergebnisse den Stadtordnungsdienst personell aufzustocken.

Der Ergebnisbericht zur Sicherheitsumfrage beinhaltet auf 87 Seiten Daten zum Sicherheitsempfinden der Bev√∂lkerung. Er basiert auf einer kriminologischen Untersuchung und pr√§sentiert verschiedene Aspekte der Kriminalit√§tseinstellungen der Bev√∂lkerung. Seine Erkenntnisse liefern die Basis f√ľr eine tiefergehende Analyse der Kriminalit√§tslage in Leipzig und erg√§nzen damit die polizeiliche Kriminalstatistik (PKS).

Das Bundeskriminalamt weist regelm√§√üig selbst darauf hin, dass die PKS kein getreues Spiegelbild der Kriminalit√§tswirklichkeit darstellt, sondern eine starke Ann√§herung an die Realit√§t, da die polizeiliche Kriminalstatistik, die die gemeldeten Straftaten wiedergibt, im Wesentlichen abh√§ngig vom Anzeigeverhalten der B√ľrgerinnen und B√ľrger ist.

Zwischen Juni und September 2016 hatte der Kommunale Pr√§ventionsrat zum f√ľnften Mal eine Umfrage zur Sicherheit in Leipzig durchgef√ľhrt. Befragt wurden 6.000 B√ľrgerinnen und B√ľrger im Alter zwischen 18 und 85 Jahren mit Hauptwohnsitz in Leipzig. An der Sicherheitsumfrage des Kommunalen Pr√§ventionsrates wirkten das Ordnungsamt, das Amt f√ľr Statistik und Wahlen, die Polizeidirektion Leipzig, die Universit√§t Leipzig (Institut f√ľr Soziologie) und die Leipziger Verkehrsbetriebe GmbH mit.

Im Hinblick auf die Ergebnisse der Sicherheitsumfrage und die diesj√§hrige Kriminalstatistik k√ľndigte Heiko Rosenthal bereits weitere Ma√ünahmen der Stadtverwaltung an. So wird die Stadt Leipzig ihren Stadtordnungsdienst personell weiter verst√§rken. "Neben zehn zus√§tzlichen Stellen in diesem Jahr soll es im Jahr 2018 weitere zehn weitere Stellen geben. Perspektivisch ist die Einrichtung einer neuen Dienstgruppe des Stadtordnungsdienstes im Zentrum vorgesehen. Ungeachtet dessen setzt sich die Stadt Leipzig auf Landesebene weiterhin f√ľr Korrekturen bei der Polizeireform Polizei.Sachsen.2020 ein, die den Bed√ľrfnissen der wachsenden Stadt gerecht werden.‚Äú

Unter www.leipzig.de/statistik (Bereich "Veröffentlichungen") ist der Ergebnisbericht abrufbar. Oder direkt hier

Besonders hinweisen m√∂chte das Magistralenmanagement auf die soziale Komponente bei der Kriminalpr√§vention. Besonders Wohnungseinbr√ľchen kann vorgebeugt werden indem man sich im Haus kennt. Hausfeste k√∂nnen zum Kennenlernen beitragen. M√∂glicherweise unterst√ľtzt dies sogar der eine oder andere Vermieter finanziell.


Nachricht vom 05.08.2017
Autor: S. Ruccius