Ladenhüter

10.10.2014

Bildinhalt: Ladenhüter | Die Ladenhüter in der GSS 18 / Foto: Enrico Engelhardt
Die Ladenhüter in der GSS 18 / Foto: Enrico Engelhardt
 


Ein Laden, unbelebt und leer,
davon gibt es vor Ort noch mehr.
Nicht ungewöhnlich ist das hier,
wo Menschen morgens trinken Bier,
und nicht zur Arbeit gehen,
stattdessen sieht man sie, an Straßenecken stehen.


Doch in dem Laden tut sich was,
nicht viel, dennoch sitzt hinter Glas
zwar unbewegt, allein nicht tatenlos,
und ein Bein angewinkelt, bis zum Schoß
ein Affe künstlerisch drapiert,
der unbeheizt dort haust und doch nicht friert.


Den Pinsel in der Hand,
blickt das Tier ganz gespannt,
so vor sich hin, betrachtet wohl das Werk,
denn vor ihm steht, klein wie ein Zwerg,
ein zweiter Affe oder mehr ein Baby noch,
das eben erst dem Mutterleib entkroch.


So sitzen bis in den Oktober beide Affen,
noch in der Nummer 18, wo sie sich begaffen.
Doch auch von außen kann sie jeder sehen,
als Ladenhüter sind sie zu verstehen,
die Leere anschaulich vermitteln,
in Form von Kunst, wer will's bekritteln?


Hinweis: Die Ausstellung wurde bis zum 13. November 2014 verlängert, so dass auch noch länger die Möglichkeit bestehen bleibt, sich die tierischen Ladenhüter anzuschauen. Im Moment arbeitet Künstlerin Nelly Schmücking in der Nähe der Georg-Schwarz-Straße an einem Elefanten.


Nachricht vom 10.10.2014
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