Tag der Architektur - klein, aber fein

25.06.2014

Bildinhalt: Tag der Architektur - klein, aber fein  | Auch die GSS 21 nimmt am Tag der Architektur teil / Foto: Enrico Engelhardt
Auch die GSS 21 nimmt am Tag der Architektur teil / Foto: Enrico Engelhardt
 

Am Wochenende sind in Leipzig acht besondere Bauprojekte und vier Büros zu besichtigen

Von Jens Rometsch

Klein, aber fein - so lässt sich das Leipziger Angebot zum Tag der Architektur im Jahr 2014 beschreiben. Lediglich acht aktuelle Bauwerke werden an diesem Wochenende in der Messestadt bei Führungen zu besichtigen sein. So wenig wie noch nie. In Dresden sind es 30.

Dafür kann Leipzig aber mit der Zahl der Büros punkten, in denen sich Architekten bei der Arbeit zuschauen lassen werden, zu Kaffee und Kuchen einladen sowie ihre jüngsten Projekte vorstellen. "Die Besucher haben so die Möglichkeit, mal nicht nur das Ergebnis unseres Tuns kennenzulernen, sondern auch den Entstehungsprozess", sagt Kathrin Winterhagen vom Büro Kister Scheithauer Gross, das am Samstag 13 bis 16 Uhr seine Türen in der Nikolaistraße 47 öffnet.

Bei KLM Architekten in der Magazingasse 1 gibt es am selben Tag zur Bürobesichtigung 17 bis 19 Uhr sogar einen Aperitif. Ein Team von vier Architekten und einem Designer erläutert im Lindenauer Josephkonsum am Sonntag 14 bis 17 Uhr unter anderem, wie es zu dem besonderen Ort für das Büro "BLA" kam. Absolut empfehlenswert ist die Werkschau des Leipziger Baumeisters Edo Graalfs (Neue Nikolaischule), die Samstag 10 Uhr im Architektenkammer-Büro im Wintergartenhochhaus eröffnet wird. Sie hat an diesem Tag bis 15 Uhr auf, bleibt aber bis 26. September vor Ort.

Die Attraktion bei den Bauten ist sicher einmal mehr die Hauptpost am Augustusplatz. Sonntag von 10 bis 15 Uhr bietet das zuständige Büro Fuchshuber Architekten zu jeder Stunde Führungen á 30 Personen an. Ein Tipp für Häuslebauer ist das Eigenheim in der Probstheidaer Stormstraße 21, wo Architekt Alexander Reinshaus Sonntag 10 sowie 11 Uhr sein Werk erläutert und einen Videofilm über dessen Entstehung zeigt.

Bereits am Sonnabend gibt es noch sechs Möglichkeiten, kostenlos Architektur zu schnuppern: In der Erfurter Straße 9 präsentieren pbr 11 bis 17 Uhr die neue Erich-Kästner-Schule als Passivhaus-Projekt. Auch bei der Kita Holunderzwerge im Knauthainer Hubmeierweg 38 (10 bis 13 Uhr) war die Stadt Leipzig der Bauherr. Dieser Kindergarten stammt von Wittig Brösdorf Architekten - genau wie die neue Kita in der Goyastraße 8 (14 bis 17 Uhr). Auch stadthistorisch höchst interessant dürfte eine Führung 11 Uhr durchs ehemalige Militärlazarett in der Max-Liebermann-Straße 15 (neben der Tankstelle) sein, das Daab Northeim Reutler nun in eine Wohnanlage verwandeln. Den neugestalteten Richard-Wagner-Platz erklären die Landschaftsarchitekten Lohaus+Carl 11 und 12 Uhr. In die Georg-Schwarz-Straße 21 lädt das dortige Mietshäusersyndikat schließlich 11 bis 16 Uhr ein.

Text von Jens Rometsch.

Leipziger Volkszeitung, vom 25. 06. 2014


Nachricht vom 25.06.2014
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