5. Georg-Schwarz-Straßenfest zeigt Magistrale in Feierlaune

07.05.2014

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Die "rootgardener" warben auf dem Fest für eine blumige Georg-Schwarz-Straße / Foto: Daniela Nuß
 

Schon das Einbiegen in die Georg-Schwarz-Straße fiel unter diesen Verhältnissen nicht leicht. Hatten doch zum 5. Georg-Schwarz-Straßenfest am Samstag, den 3. Mai 2014, auch in der Merseburger Straße sowie in den Nebenstraßen einige Häuser und Höfe ein breites Angebot zusammengestellt. Vor dem Laden „handstand & moral“ in der Merseburger Straße 88b tummelten sich alte und junge Leute. Diese nutzten den Bürgersteig samt Tischen und Stühlen um eine Freisitzatmosphäre zu schaffen, wie sie der Leipziger Westen in dieser Ecke dringend nötig hat.

In der Georg-Schwarz-Straße selbst, wo die Festivitäten dieses Jahr eigentlich in die Hinterhöfe verlegt worden waren, zeigte sich recht schnell, dass auch die Straße wieder einen zentralen Punkt der Feierlichkeiten bildete. Dieses Jahr zählte die Polizei weit über 4000 Gäste und ließ damit die Zahl aus dem Vorjahr noch einmal ansteigen. Angebote gab es dieses Jahr auch so viel, wie nie zuvor. Es wurde getanzt, flaniert, gebastelt, gemalt, musiziert und durch die Magistrale geführt von Historikern, Archäologen und dem Stadtforum Leipzig. Der Lindenauer Teil der Georg-Schwarz-Straße zeigte sich von seiner besten Seite – bunt, vielfältig und belebt!

Das Programm des Festes bot nicht nur musikalische Highlights. Unter dem Titel „Kontext Architektur“ zeigte die ArchitekturApotheke in der Georg-Schwarz-Straße 7 eine Ausstellung mit gezeichneten und gebauten Gebäudeentwürfen und Modellen. Ebenfalls einen künstlerischen Zugang zum Fest wählte das Atelier Abraxas im Hinterhof der Georg-Schwarz-Straße 4, welches morbide, düstere Fotos und Bilder in einer alten Industriehalle präsentierte. Vor dem Eingang zur Galerie wurde munter Knüppelbrot über dem Feuer geröstet. Wer Lust auf ein gratis Glas Sekt bekam, wurde im Black-Pearl-Store in der Georg-Schwarz-Straße 2 bestens bedient und hatte die Möglichkeit sich modisch neu einzukleiden. Kulinarisch wurden Veganer mit Gulasch und Crepes im Hof der Georg-Schwarz-Straße 1 versorgt, nebenan zapfte die Belegschaft vom Mc Storch unermüdlich das legendäre 99-Cent-Bier, welches sich großer Beliebtheit erfreute. Fleischeslustige Menschen konnten sich hingegen die Bratwürste vom Grill der Mobilen Streetworker schmecken lassen, die mit ihren Schützlingen im ehemaligen Kinoeingang der GSS 11 anzutreffen waren. Sportlich ging es schräg gegenüber beim Schwarzlicht-Tischtennis in der Hausmarkschänke in der GSS 10 zu. Ein beliebter Ort beim Fest war auch das erstmals geöffnete „Central Antiquariat W33“ in der Georg-Schwarz-Straße 12. Hier haben Menschen ganze Stunde beim Stöbern durch die vielen Bücherkisten zugebracht. Zur festlichen Eröffnung gingen die Bücher zum Schnäppchenpreis von 1 Euro pro Buch über den Ladentisch. Ebenfalls eine gute Gelegenheit zum Stöbern in der Vergangenheit war der Flohmarkt im Fundbuero in der GSS 14. Auch die „rootgardener“ hatten eine tolle Idee um die Georg-Schwarz-Straße zum Erblühen zu bringen. Sie verschenkten Pflanzen und Blumen, die teilweise gleich wieder an verschiedenen Stellen entlang der Magistrale eingepflanzt wurden. Zum Mitmachen und Tätig-werden luden auch einige Workshops ein. Der Workshop zur Cyantopie (Blaudruck / Eisenblaudruck) hatte besonders viele Teilnehmer, die wunderbare Bilder entstehen ließen. Der Werkzeugfachhandel Otto Lange in der GSS 6 lud derweil in seinen liebevoll gestalteten Bonsai-Garten ein und verköstigte die interessierten Gäste zusätzlich mit Currywurst und leckerem Zwiebel-Speckkuchen.

Viele BesucherInnen fanden sich vor allem gegen Abend auch in den Räumen der Autodidaktischen Initiative in der Georg-Schwarz-Straße 19 ein, um die CiTiZEN KiNO – Performance zu erleben. Je dunkler es wurde, desto mehr und lauter erklang die Musik. Das Feiern schien kein Ende zu nehmen, wurde gegen 22:00 Uhr nur kurz unterbrochen, als das Feuerwerk der Kleinmesse über den Dächern am Nachthimmel sichtbar wurde, und die Menschen in seinen Bann zog. Derweil waren einige Hinterhöfe wie die kunZstoffe-Höfe (GSS 7 - 11) schon so gut ausgelastet mit Menschen, dass Türsteher weiteren Gästen den Zutritt verwehren mussten. Ausweichen konnten die BesucherInnen jedoch leicht auf die Merseburger Straße, wo die BrassBanditen noch bis in die späte Nacht für Stimmung sorgten.


Nachricht vom 07.05.2014
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