„Leipzig liest“ am 15. 03. 2014 zum dritten Mal in der Georg-Schwarz-Straße

04.03.2014

Bildinhalt: „Leipzig liest“ am 15. 03. 2014 zum dritten Mal in der Georg-Schwarz-Straße | Kriminalistisch wird es im Anwaltsbüro Plaschil auch 2014,das Foto ist von  2013/Foto: E. Engelhardt
Kriminalistisch wird es im Anwaltsbüro Plaschil auch 2014,das Foto ist von 2013/Foto: E. Engelhardt
 

Im dritten Jahr nimmt die Georg-Schwarz-Straße nun schon an der Buchmesse teil und jedes Jahr werden es mehr Lesungen. Bei 13 Literaturveranstaltungen entlang der Magistrale haben Besucherinnen und Besucher die Qual der Wahl. Zwischen 15:00 Uhr und 21:00 Uhr finden die Lesungen am Samstag, den 15. 03. 2014, im Halbstundentakt statt. Vielfältig und breit gefächert ist das Programm von "westwärts - leipzig.liest.im.leipziger.westen" dieses Jahr in der Georg-Schwarz-Straße.

Im Andachtssaal des Diakonissenkrankenhauses (Georg-Schwarz-Straße 49) beginnt um 15:00 Uhr Birgit Heiderich mit einem Auszug aus ihrem Buch „Sterben hat seine Zeit“. Sie beschreibt darin einen Abschied und welche persönlichen Erfahrungen ein Mensch mit dem Tod eines anderen geliebten Menschen, noch dazu wenn es die eigene Mutter ist, macht.

Im Anwaltsbüro Plaschil (Georg-Schwarz-Straße 105) geht es um 15:30 Uhr gewohnt kriminalistisch zu. Wieder hat der KBV-Verlag einen Vertreter geschickt. Guido M. Breuer liest aus „Trattoria-Finale“. Killer, Köche und Kannibalen machen diesen schrägen Krimi aus und sorgen für mordsmäßige Unterhaltung.

Ebenfalls spannend weiter geht es um 16:00 Uhr beim BürgerVerein Leutzsch e. V. im Stadtteilladen Leutzsch (Georg-Schwarz-Straße 122). Dort ist Regine Kölpin zu Gast und liest aus dem dritten Teil ihrer Lebenspflückerin-Trilogie. In „Das Signum der Täufer“ nimmt sie die BesucherInnen mit auf eine Reise zurück ins Ostfriesland des 16. Jahrhunderts, wo die Hebamme Hiske Aalken gegen finstere religiöse Machenschaften kämpft.

Bei Tüpfelhausen (Georg-Schwarz-Straße 116) lädt Elisabeth Schmied um 16:30 Uhr zu einer besonderen Aussteigergeschichte ein. Ihr Roman „Der Papa im Pyjama“ ist mein Vater beschreibt aus der Sicht zweier Teenager-Schwestern, wie es einer Familie ergeht, wenn der Vater seinen Bürojob kündigt, um fortan ein alternatives Aussteigerleben mit Ökogarten zu führen. Der Humor wird bei dieser gleichermaßen kinder- und erwachsenenfreundlichen Lesung nicht zu kurz kommen.

Levend Seyhan stellt in der Autodidaktischen Initiative (Georg-Schwarz-Straße 19) um 17:00 Uhr sein Buch „Torben stirbt im Wohnzimmer“ vor. In diesem ersten Roman des Autors geht es um die Kraft der Freundschaft zwischen zwei ungleichen Männern. Kaan, der Sohn eines türkischen Gastarbeiters, verarbeitet gerade die Trennung von seiner Freundin, als sein alter Freund Torben wieder in sein Leben platzt. Die nächste Trennung steht an. Torben hat Blutkrebs und wird bald sterben. In der Zeit, die ihm noch bleibt, versucht er aber bedingungslos zu leben und seinem Freund Kaan damit etwas Hoffnung zu geben.

Um 17:30 Uhr findet in den Räumen der Kunterbunten 19 (Georg-Schwarz-Straße 19) die nächste Lesung statt. „Message in an bottle - Communiqués 1996–2011“ ist der Titel eines Buches, das sich mit gegenwärtiger anarchistischer Praxis auseinandersetzt und die Besucherinnen und Besucher der Lesung dazu einlädt, dies auch zu tun. Die gesammelten Texte des Buches stammen aus dem Autorenkollektiv „CrimethInc“. Das dezentral organisierte lose Kollektiv hat seine Wurzeln unter anderem in der Hardcore- und Anarcho-Punk-Szene Nordamerikas sowie der Food-not-bombs- und Critcal-Mass-Bewegung. Vorgetragen werden die Texte von der Umweltaktivistin Hanna Poddig.

Auf der gegenüberliegenden Straße im Fundbuero (Georg-Schwarz-Straße 14) heißt es um 18:00 Uhr „Wie nie zuvor“. Autor Norbert Marohn wirft in seinem Roman seinen ganz eigenen Blick auf das Jahr 1989 Er erzählt von Liebe unter Männern, Sehnsucht nach Bindung, Beziehungsangst und Treulosigkeit und wie nebenbei ein Land zerbricht.

Die Baustelle im ehemaligen Kaffee Schwarz (Georg-Schwarz-Straße 56) ist der Ort der nächsten Lesung. Um 18:30 Uhr veranstaltet Lokalpatriot Michael Schweßinger dort ein Re-Release seiner Lindenau-Bücher.

Im Café Kaputt (Eingang Merseburger Straße 102 / Hinterhof GSS) sitzt die Färberin um 19:00 Uhr auf dem heißen Stuhl. Unter diesem Pseudonym gestaltet die Autorin Sylvia Richard-Färber eine moderierte Lesung mit requisitischen Überraschungen und Humor.

Ein politisches Thema wird eine halbe Stunde später, um 19:30 Uhr in der Hausmark Schänke (Georg-Schwarz-Straße 10) behandelt. In ihrem Buch „Artgerecht ist nur die Freiheit“ setzt sich die Autorin Hilal Sezgin für Tiere ein, denen als eigene Individuen auch Rechte zustehen. Dabei geht das Buch weit über die bestehenden Tierschutzrechte hinaus und stellt eine progressive Position in der Tierethik dar.

Um 20:00 Uhr sind im hinZundkunZ (Georg-Schwarz-Straße 9) gleich fünf AutorInnen anzutreffen. Holly Loose, Peggy Hoffmann, Michael Schweßinger, Jan Lindner und Klaus Märkert veranstalten gemeinsam die „Independent-Lesenacht“ und lesen eine vielfältige Auswahl ihrer Texte. Lokalbezug nicht ausgeschlossen.

Gleich nebenan in der ArchitekturApotheke (Georg-Schwarz-Straße 7) findet um 20:30 Uhr eine Lesung zu „Geisterstätten Leipzig. Vergessene Orte“ statt. In diesem Buch erzählen Arno Specht, Uwe Schimunek und Babette Köhler in 14 Kapiteln von Stellen in Leipzig, die der normale Tourist nicht zu Gesicht bekommt und auch nur wenige Einheimische kennen. Stimmungsvolle Fotos begleiten die Texte über den Reiz von Ruinen und die Schönheit des Verfalls.

Den Abschluss des ereignisreichen Buchmessetages in der Magistrale macht Cornelia Jönsson mit ihrem Buch „ Fischfang - Geschichten von den verschiedenen Gestalten der Liebe“. Um 21:00 Uhr liest sie im Kunstkombinat 4 / Schräglage im Wächterhaus der Georg-Schwarz-Straße 70. Vor allem die Wandelbarkeit ihres sprachlichen Könnens zeichnet die Lesung dieser Autorin aus. Mit diesen ungewöhnlichen Liebesgeschichten verabschiedet sich die Buchmesse von der Georg-Schwarz-Straße im Jahr 2014.


Nachricht vom 04.03.2014
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