Diako mit Reanimationstraining unterwegs

19.09.2016

Bildinhalt: Diako mit Reanimationstraining unterwegs | Diakonissenkrankenhaus/ Foto: S.Ruccius
Diakonissenkrankenhaus/ Foto: S.Ruccius
 

Reanimationstraining in der Straßenbahn
· 23. September 2016: Gemeinsamer Aktionstag im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“
· Notfallspezialisten mit Reanimationspuppen im Straßenbahnbahnnetz der Leipziger Verkehrsbetriebe unterwegs
· Zentrale Aktion zum Thema Erste Hilfe von 12 bis 14 Uhr vor dem Mobilitätszentrum am Hauptbahnhof

Plötzlich ist der Moment da, vor dem sich jeder Nichtmediziner fürchtet: man ist unterwegs und plötzlich fällt jemand um und bleibt regungslos liegen. In solchen lebensbedrohlichen Situationen kommt es auf couragierte Ersthelfer an, die nicht wegsehen, sondern unverzüglich handeln. Damit im Ernstfall Laien wirklich zu Lebensrettern werden können, braucht es neben etwas Mut auch einige Basiskenntnisse in Erster Hilfe. Um dieses Grundwissen möglichst praxisnah zu vermitteln, veranstalten das Diakonissenkrankenhaus Leipzig und die Leipziger Verkehrsbetriebe am Freitag, 23. September 2016, einen gemeinsamen Aktionstag zum Thema Wiederbelebung – und zwar genau dort, wo es im Fall der Fälle benötigt wird: in der Straßenbahn.

Der gemeinsame Aktionstag findet im Rahmen der bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“ (19. bis 25. September 2016) statt. Und das ist konkret geplant: Von 8 bis 11 Uhr werden Notfallspezialisten des Diakonissenkrankenhauses im Leipziger Streckennetz unterwegs sein und interessierte Fahrgäste in lebensrettende Maßnahmen einweisen. Mit im Gepäck haben sie so genannte Reanimationspuppen, an denen die Reisenden üben können, wie eine Herzdruckmassage funktioniert.

Von 12 bis 14 Uhr ist eine zentrale Aktion vor dem LVB-Mobilitätszentrum auf dem Willy-Brandt-Platz in unmittelbarer Nähe zum Hauptbahnhof geplant. Interessierte können sich hier mit den wichtigsten Erste-Hilfe-Maßnahmen vertraut machen und dabei ebenfalls an Reanimationspuppen üben.

„Ein plötzlicher Herzstillstand kann jeden zu jeder Zeit treffen“, erläutert Thilo Blüthner, Intensivmediziner des Leipziger Diakonissenkrankenhauses, der in zentraler Rolle an der Vorbereitung und Durchführung des Aktionstages beteiligt ist. „Obwohl eigentlich jeder helfen könnte und auch dazu verpflichtet ist, tun es leider die wenigsten. Als Notfallspezialisten möchten wir gern mithelfen, dass sich an dieser unbefriedigenden Situation schnell etwas ändert. Fest steht: Nur wer im Notfall nichts tut, macht wirklich etwas falsch.“

„Selbstverständlich hat jeder von uns schon einmal etwas über Erste Hilfe gehört und viele haben mal einen Kurs belegt. In einer Notsituation richtig reagieren zu können, kann Leben retten. Mit dieser Aktion wollen wir für das Thema sensibilisieren und unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit geben, ihr Wissen aufzufrischen“, so Ulf Middelberg, Sprecher der Geschäftsführung der Leipziger Verkehrsbetriebe.

Zur bundesweiten „Woche der Wiederbelebung“:
Mit der unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit stehenden „Woche der Wiederbelebung“ setzen sich der Bundesverband Deutscher Anästhesisten, die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin und die Stiftung Deutsche Anästhesiologie in Kooperation mit dem German Resuscitation Council zum Ziel, das Selbstvertrauen der Bürger in ihre eigenen Fähigkeiten als Ersthelfer zu stärken. Die bundesweite Aktionswoche vom 19. bis 25. September 2016 steht unter dem Motto „Ein Leben retten. 100 Pro Reanimation“. Weitere Informationen unter www.einlebenretten.de


Nachricht vom 19.09.2016
Autor: Daniela Nuß