Erstes GeorgSchwarzStraßenWintertreiben für kleine und große Anwohnerinnen und Gäste

30.11.2015

Bildinhalt: Erstes GeorgSchwarzStraßenWintertreiben für kleine und große Anwohnerinnen und Gäste | Im Kunst- und Kulturcafé
Im Kunst- und Kulturcafé "Ohne Maulkorb"
 

Obwohl kalendarisch noch Herbst war, wirkte sich der Namen Wintertreiben unmittelbar auf das Wetter am letzten Sonnabend aus und blies bereits die eine oder andere Schneeflocke durch die Georg-Schwarz-Straße. Verbunden mit den entsprechenden Temperaturen wärmten sich Groß und Klein deshalb noch lieber in den Läden und Kneipen der Georg-Schwarz-Straße auf, bastelten, stöberten, kauften, tauschten, tranken den einen oder anderen Glühwein und anderes mehr.

In der Materialsammlung des kunZstoffe - urbane Ideenwerkstatt e.V. suchten sich viele Leute noch Materialien für ihre selbstzubastelnden Weihnachtsgeschenke zusammen oder ließen sich von den diversen Papierbasteleien inspirieren. Im hinZundkunZ gleich daneben gab es eine Kinderkuschelecke mit Bilderbüchern und Vorlesern und für Erwachsene zwei Grusellesungen. Dazwischen wurden selbstgemachte Pralinen, Stollen, Kuchen, Kaffee und Tee gereicht. Direkt gegenüber wurden im Pizza LAB neue leere und bereits bestückte Pizza-Schachteln bunt bemalt, um sich abends Pizza-Gutscheine für die tollste Schachtel abholen zu können. Im Eckladen der schwarzen Zehn unter dem Rockzipfel Eltern-Kind-Büro konnten Buttons selbst gemacht und Tetrapacks zu Futterhäuschen oder Geldbörsen verbastelt werden, Greenpeace informierte über seine Aktivitäten, es gab Waffeln und Chai und ein großes Kissenschlachtzimmer. Vor allem die kleineren Kinder, aber auch mancher Papa kam wenige Meter weiter in der Indoor-Kugelbahn „Kugelino“ des Sportmobil, Springburg e.V. auf ihre Kosten. Etwas größere Kinder fieberten unterdessen im Central Antiquariat W33, einer Filiale des Leipziger Antiquariats, bei den Lesungen von „Stockmann“ und „Lieselotte im Schnee“ mit und später sang ein Chor für das noch ein paar Jahre ältere Publikum.

Ein weiterer Chor mit dem schönen Namen Nachbarschaftsklang trat zur selben Zeit zweimal um die Straßenecke im Café kaputt auf. Vorher gab es hier die Ausstellung „Weltbewußtsein“ zu sehen, mehrere Workshops und dazu Chai und Kekse. Wer wollte, konnte die auch mit veganen Donats kombinieren, die die Ateliergemeinschaft in der darüberliegenden Etage des Hinterhauses Merseburger Str. 102 anbot, um für den gerade laufenden Ausbau noch etwas Geld zu beschaffen. Für die heiße Wanne nach dem Wintertreiben fertigte gemeinsam grün e.V. bunte Badekugeln.

Der Obst- und Gemüseladen von Valentina Robou lockte mit Pelmeni, Vareniki mit Quark, russischen Pralinen und weiteren Leckereien alte und neue Kunden an. Bei Stoff-Kreationen Siegrid Müller gab es Schnupperkurse mit der Nadel und es wurden die Grundmuster beim Tunesisch Häkeln vermittelt. Im Hof des Eckhauses Calvisiusstraße 23 führten die Bewohner gute Gespräche mit ihren Gästen zu Glühmost, selbstgebackenen Plätzchen und entspannter Musik. Entspannen konnte man sich auch auf der Hollywoodschaukel oder am Lagerfeuer im Hof der Calvisiusstraße 17.

Im Kunst- und Kulturcafé "Ohne Maulkorb" fertigte Steffen Rolle aus Torgau kleine Gipsfiguren, die anschließend mit großer Begeisterung von Kindern und Eltern bemalt wurden – und nicht nur die, sondern auch Hände, Gesichter, Möbel … . Hilde tanzte länger und wilder als sonst in ihrem Laden und verschenkte Liebe. In der Ergotherapiepraxis Lindenau boten Rotberta, Frau Smila junior und Frau Smila senior kleine Geschenke aus Papier und Schmuck nicht nur für das baldige Weihnachten und daneben bei den Erfinderkindern wurden verrückte Weihnachtsspielomaten produziert.

Und das war noch längst nicht alles, denn das Wintertreiben zog sich weiter über das Café Jedermann bis ins Honolulu und die Fisch Bar in Leutzsch. Am Abend wurde dann im Hof der Georg-Schwarz-Straße 1/Merseburger Straße 94 und in der Showbox (GSS 34) bis zum Morgengrauen weitergetanzt.

Fast alle Mitwirkenden freuten sich über das gelungene erste Wintertreiben mit alten Bekannten, neuen Nachbarn und von weiter Ferne angereisten Gästen – aus Plagwitz, Schleußig, der Südvorstadt oder gar aus Halle. Mancher Laden war bereits um 12 Uhr rappelvoll, was an "normalen" Sonnabenden nicht immer so ist. Bei einem nächsten Mal dürfen zwar gern noch ein paar mehr Menschen auf der Straße sein, doch auch das GeorgSchwarzStraßenFest hat einmal ganz klein angefangen.

Weitere Bilder gibt es auf der Facebook-Seite des Magistralenmanagements.


Nachricht vom 30.11.2015
Autor: Roman Grabolle