Vernissage zur Tafel- und Fotoausstellung zur Geschichte der Georg-Schwarz-Straße

16.07.2015

Bildinhalt: Vernissage zur Tafel- und Fotoausstellung zur Geschichte der Georg-Schwarz-Straße |

 

Mit einer Vernissage wurde am Dienstagabend die Tafel- und Fotoausstellung zur Geschichte der Georg-Schwarz-Straße im Diakonissenkrankenhaus Leipzig eröffnet. Ca. 40 Gäste kamen, unter ihnen auch der drei der zehn noch hier lebenden Diakonissen in ihrer typischen Tracht. Sie folgten den einleitenden Worten des Hausherren und Chefarztes Dr. med. Ulrich Socha, Ärztlicher Direktor der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, und von Christina Weiß vom Lindenauer Stadtteilverein e.V., der die Ausstellung initiiert und erstellt hat.

Anschließend bot der Vereinshistoriker Rainer Müller ausgehend von den Tafeln einen Abriss der Geschichte Lindenau und Leutzschs vom Mittelalter bis in die Gegenwart und ließ so manche Anekdote mit einfließen. Hinweise und kleine Geschichten wurden aber auch aus dem Publikum ergänzt. Als die Grenze zwischen Lindenau und Leutzsch beschrieben wurde, erzählte etwa eine Diakonisse mit schelmischem Lächeln, dass man auch zu ihrer aktiven Zeit noch „mal eben nach Leutzsch“ ging, wenn man die Toilette in der Notambulanz der Poliklinik am äußersten Ende von Lindenau besuchte. Viele Erinnerungen wurden dann vor allem bei der Fotoausstellung wach, längst geschlossene Geschäfte und ihre Inhaber wieder benannt und manch einer der Besucher musste zugeben, dass er vergessen hatte, wie desolat viele der Gebäude in der Magistrale bereits in den 1980er Jahren waren. Mehrere Motive auf den Fotos aus den 1980er und 90er Jahren, die noch nicht einzelnen Häusern zugeordnet werden konnten, wurden wiedererkannt, so etwa ein Hof mit Wäschestangen und neuen Fenstern im Erdgeschoss, die jemand bekommen hatte, weil er „gerade von der Trasse kam“, oder mittlerweile überstrichene Bilder von Amerika und Brasilien im Hausflur der „roten Acht“. Andere Motive müssen noch zugeordnet werden und der Lindenauer Stadtteilverein freut sich immer über Hinweise sowie große und kleine Geschichten dazu.

Zu Sekt, Saft und kleinen Snacks entspannen sich anschließend viele Gespräche und es fand ein reger Austausch statt. Mit Begeisterung wurde auch in der großen Chronik Georg-Schwarz-Straße aus dem letzten Jahr und dem „Kaleidoskop Georg-Schwarz-Straße“ geblättert. Die Tafel- und Fotoausstellung ist noch bis September zu den Öffnungszeiten des Diakonissenkrankenhauses zu sehen.

Weitere Bilder von der Ausstellungseröffnung auf der Facebook-Seite des Magistralenmanagements unter https://www.facebook.com/MagistralenmanagementGeorgSchwarzStrasse.


Nachricht vom 16.07.2015
Autor: Roman Grabolle